Planspiel „Zukunftsdialog“ in Berlin

Freitag, 21.Oktober 2016 von

Aktuelles, Aus dem Bund, Aus dem Kreis

Helga nahm sich die Zeit, um ein gemeinsames Bild mit mir im Bundestag zu machen

Ein Beitrag unseres Vorstandsmitgliedes Tenzin zu seiner Teilnahme am Planspiel „Zukunftsdialog“ in Berlin:

Unsere Bundestagsabgeordnete Helga Kühn-Mengel lud mich zum diesjährigen Planspiel „Zukunftsdialog“ und ich folgte ihrer Einladung nach Berlin. Neben mir konnten 100 weitere Jugendliche aus ganz Deutschland im Alter von 15-20 Jahren den Politikalltag eines Bundestagsabgeordneten, realitätsnah in den echten örtlichen und räumlichen Gegebenheiten, erleben.

Unsere Aufgabe war es, dass wir uns in Arbeitsgemeinschaften (AGs) aufteilten und einen Antrag überlegten und ausformulierten. Am Ende der drei Tage konnten wir diesen Antrag dann der „echten“ AG mit ihren Abgeordneten vorstellen.

Ich habe mich für die AG „Bildung und Forschung“ entschieden, weil von der heutigen jungen Generation die Zukunft des Landes abhängt. Bildung und Forschung ist die Grundlage unseres Wohlstandes und unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Umso bedauerlicher ist es, dass der Bildungserfolg immer noch zu stark vom sozialen Hintergrund und den finanziellen Möglichkeiten des Elternhauses abhängt. Studien belegen diese Aussage: Von 100 Kindern gehen 83 Kinder an eine Hochschule, wenn ihre Eltern Akademiker sind. Bei Nichtakademikern sind es nur 23. Ebenfalls haben es Kinder aus Familien mit Migrationsgeschichte, obwohl sie gleiche Leistungen aufweisen, am Ende schwieriger, höhere Bildungsabschlüsse zu erreichen.

Die AG für „Bildung und Forschung“, welcher ich angehörte. ©SPD-Bundestagsfraktion

Ferner war sich unsere AG mit der „echten“ AG einig, dass u.a. Investitionen in Bildung eine gesamtstaatliche Verantwortung ist und deswegen das Kooperationsverbot von Bund, Land und Kommune abgeschafft werden soll.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den wir in unserem Antrag berücksichtigt haben, war die Vereinheitlichung von Rahmenbedingungen der Schulformen untereinander. So soll z.B. ein 2,0 Abitur aus Bayern am Ende nicht vom potenziellen Arbeitgeber höher eingeschätzt werden, als ein 2,0 Abitur aus Berlin und somit nicht die geographische Herkunft, die Startchancen in den Beruf, beeinflusst.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Tage in Berlin produktiv und ereignisreich waren. Sie haben mir wertvolle Einblicke in die Arbeit eines Abgeordneten ermöglicht und auch der Spaß kam nicht zu kurz. Ich kann es jedem nur empfehlen, sich für solche Planspiele zu bewerben und bedanke mich nochmal ganz herzlich bei Helga Kühn-Mengel, welche mir diese Chance ermöglichte.

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