Die Bahn kommt – fragt sich nur wann?

Donnerstag, 15.Januar 2015 von

Aktuelles, Aus dem Kreis, Aus NRW

Ein Artikel von unserem Vorstandsmitglied Sandra Lüttgen:

Seit dem 14.12.2014 und somit seit nunmehr zwei Monaten sind die neuen Züge und Fahrpläne der Deutschen Bahn auf den Eifelstrecken Köln – Trier und Bonn – Euskirchen im Einsatz. Und das Fazit:

Die Zustände sind weiterhin katastrophal!

Enorme Verspätungen und zahlreiche Zugausfälle, überfüllte Waggons und mangelhaftes Informationsmanagement an Bahnhöfen und auf den Online-Portalen der Deutschen Bahn bedeuten nicht nur ein Ärgernis und zusätzlichen Zeitaufwand für PendlerInnen, sondern auch Probleme mit Arbeitgebern und Aus- und Weiterbildungsstellen. Verspätungen der Deutschen Bahn sind keine Entschuldigung, aber vielen SchülerInnen, Auszubildenden, Studierenden und ArbeitnehmerInnen stehen keine Alternativen zu diesem Verkehrsmittel zur Verfügung.

Bahnverkehr

© ksta.de / Manfred Reinnarth

Eine große Zahl der BahnnutzerInnen in der Region um die Eifelstrecken hat sich inzwischen zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen diese Situation zu protestieren. In der Facebook-Gruppe „Eifelpendler“ werden die Verspätungen und Ausfälle auf den Bahnstrecken durch mittlerweile mehr als 740 Mitglieder täglich gesammelt und dokumentiert. Seit dem 15.12.2014 wurden dadurch mehr als 155 Stunden Verspätung und 76 Ausfälle gezählt. Am Freitag, dem 16.01.2015 um 17.45 Uhr veranstaltet die Initiative hierzu eine Veranstaltung mit dem Titel „Besprechung weiteres Vorgehen“ im Euskirchener City Forum und auch wir Jusos im Kreis Euskirchen werden dieses Vorhaben unterstützen.

Wenn durch unzureichende Verkehrsanbindungen im öffentlichen Personennahverkehr Arbeits- und Ausbildungsstellen in den umliegenden Großstädten nur schlecht oder teilweise gar nicht mehr zu erreichen sind, dann hat dies auch nachhaltige Auswirkungen auf den demographischen Wandel in unserer Region. Vor allem junge Menschen sind zunehmend gezwungen, Ausbildung und Arbeit in den Großstädten und deren unmittelbaren Einzugsgebieten zu suchen und ländliche Regionen wie die Eifel werden als Wohnsitz zunehmend unattraktiv.

Wir Jusos im Kreis Euskirchen fordern daher sofortige Maßnahmen durch die Deutsche Bahn zur Verbesserung der Verkehrsanbindung auf den Eifelstrecken!

PendlerInnen müssen frühzeitig und korrekt an den Bahnsteigen und auf den Onlineportalen über mögliche Verspätungen und Ausfälle von Zügen informiert werden. Die Anzahl der Waggons auf den Strecken muss zudem generell erhöht werden, damit die Überbelastung des Passagieraufkommens reduziert wird und alle PendlerInnen bei Verspätungen und Ausfällen notfalls auf die nachfolgenden Züge ausweichen können.

Für SchülerInnen, Studierende und Auszubildende müssen zeitnah Bescheinigungen über Verspätungen und Ausfälle zur Verfügung gestellt werden, die bei den jeweiligen Bildungseinrichtungen als Nachweise eingereicht werden können.
Außerdem müssen Verspätungen und Ausfälle durch die Deutsche Bahn realistisch und nach klaren, öffentlichen Regelungen dokumentiert werden, damit diese im Rahmen der Mobilitätsgarantie entschädigt werden können.

Die Bahn kommt – ihren Kunden hoffentlich auch in unserer Region bald wieder entgegen!

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Ein Kommentar

  1. Vera Eckstein sagt:

    Die katastrophalen Zustände kann ich für die Strecke Euskirchen-Köln nur bestätigen, Pünktlichkeit ist zwischen 6:30 und 7:00 Uhr inzwischen die Ausnahme, zurück sieht es nicht besser aus. Und Informationen gibt es am Bf. EU gar keine. Aber ebenso schlimm finde ich, wie schlecht Weidesheim an den ÖPNV und somit an die Anschlüsse Richtung Köln angebunden ist. Lässt sich da keine Abhilfe schaffen, z. B. durch eine verbesserte Busanbindung zwischen den Bahnhöfen Kuchenheim und Euskirchen? Denn der erste Zug am Morgen kommt aus Richtung Kuchenheim erst um 6:48 Uhr in EU an, viel zu spät für Pendler, die in Köln arbeiten.

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