Berlin-Fahrt 2014: viel Spaß und Interessantes!

Mittwoch, 15.Oktober 2014 von

Aus dem Bund, Aus dem Kreis

Ein Beitrag von Fabian Nowald und Simon Schneider

 

Wir Jusos aus dem Kreis Euskirchen wurden, neben einigen anderen Gruppen, von unserer Bundestagsabgeordneten Helga Kühn-Mengel auf eine Bildungsfahrt nach Berlin eingeladen. Diese startete für uns am Montag, den 8. September, am Brühler Bahnhof. Dort wurden wir früh morgens um 6 Uhr bereits von unserem Busfahrer erwartet. Nach kleineren Staus und Umwegen kamen wir pünktlich um 15 Uhr am Berliner Reichstag an, um diesen, direkt nach der Busfahrt, zu besichtigen. Dort wurden uns die alltäglichen Abläufe der Bundestagsabgeordneten beschrieben und erklärt und wir durften sogar die gläserne Kuppel des Gebäudes aus nächster Nähe bewundern.

Berlin 2014 1Helga Kühn-Mengel ließ es sich nicht nehmen, uns auch ihren Arbeitsalltag persönlich näher zu bringen und unsere vielen Fragen ausführlich zu beantworten. Nach diesen spannenden und Kräfte zehrenden Ereignissen hatten wir uns eine Verschnaufpause verdient, weshalb wir ein in der Nähe gelegenes Lokal besuchten und danach direkt weiter zu unserem Hotel fuhren.

Der zweite Tag unserer Reise begann im Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Durch eine Internetkonferenz konnten wir dort, nachdem wir von Mitarbeitern des Hauses über die spannende Arbeit dieses Ministeriums informiert wurden, mit der für den Kreis Euskirchen zuständigen Ministerin reden und unsere Fragen stellen. Dies war ganz besonders spannend, da wir mehr über unsere Heimat erfuhren und einen Blick hinter die Pläne und Organisationsabläufe werfen konnten.

Danach stärkten wir uns in einem Restaurant, um für die weiteren Tagesziele, die noch vor uns lagen, fit zu sein. Unser nächster Anlaufspunkt war die Villa am Wannsee, in welcher 1942 die Wannseekonferenz tagte, um dort den Holocaust an den Juden im Detail zu planen. Dort konnten wir mit eigenen Augen traurige Geschichten und Schicksale nachempfinden, die uns zum Nachdenken brachten.

Das Schloss Sanssouci und seine prachtvolle Parkanlage brachte uns danach wieder auf andere Gedanken und die Stimmung besserte sich wieder. Die Führung durch die Räumlichkeiten war wohl einer der imposantesten Augenblicke unserer Reise und wir wollten gar nicht mehr weg. Aber auch dieser Tag näherte sich seinem Ende, weshalb wir voller Wehmut wieder zurück zum Hotel fuhren, um für den anstehenden Tag gerüstet zu sein.

Am Mittwochfuhren wir morgens zu einem Informationsgespräch in der Bundeszentrale für politische Bildung. Hier wurde einleitend ein Vortrag über tagespolitische Angelegenheiten und die Arbeit in der Bundeszentrale gehalten. In der darauf folgenden Diskussion tauschten wir uns mit dem Referenten der Bundeszentrale über Themen, wie die aktuelle Parteienlandschaft in Deutschland oder die Unabhängigkeitswahl Schottlands, aus.Berlin 2014 2

Anschließend begaben wir uns auf eine Stadtrundfahrt durch die Bundeshauptstadt, die sich an politischen Gesichtspunkten orientierte. Besichtigt wurde hier unter anderem die Berliner Mauer.

Anknüpfend an die historischen Eindrücke wurden wir durch die Gedenkstätte Deutscher Widerstand geführt. Thematisiert wurde, neben verschiedenen Widerstandsgruppen gegen den Nationalsozialismus, ebenfalls die Frage, ob der Standort des Verteidigungsministeriums in den gleichen Gebäuden wie zu Zeiten der beiden Weltkriege als provokant zu bezeichnen ist.

Den Tag durften wir bei einer Rundfahrt auf der Spree beenden, welche sich sehr gut eignete, die vergangenen Tage zu reflektieren und Revue passieren zu lassen.

Donnerstag, der 11.09.2014, war Abreisetag. Nach dem Check-out aus unserem Hotel fuhren wir als Abschluss der Berlinfahrt zum Gendarmenmarkt, um an einem interaktiven Rollenspiel „Bundestagssitzung“ im Deutschen Dom teilzunehmen. Hier wurde sich mit dem Thema „Legalisierung von weichen Drogen“ auseinandergesetzt und kritisch diskutiert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Berlinfahrt eine Bereicherung für uns alle war und wir die Erfahrungen, die wir gesammelt haben, nicht mehr missen wollen. Wir hatten gemeinsam viel Spaß und konnten Berlin und uns untereinander noch besser kennenlernen und möchten uns hiermit bei Helga Kühn-Mengel bedanken, die uns dieses Erlebnis erst ermöglichte.

Berlin 2014 3

Kommentar schreiben

Aktiv werden. Jetzt!
Videos