Nachtbus-Verbindung: Jusos fordern mehr Bewegung in der Eifel

Mittwoch, 7.Mai 2014 von

Aus dem Kreis

Kreis Euskirchen. Mit einer ungewöhnlichen Idee machen die Jungsozialisten (Jusos) im Kreis Euskirchen auf sich aufmerksam. Denn der SPD-Nachwuchs hat neulich ein Konzept vorgelegt, das die Einführung einer Nachtbus-Verbindung von Köln in die Eifel vorsieht. „Es ist nichts neues, dass sich insbesondere jüngere Leute spätere Verbindungen von Köln aus in den Kreis Euskirchen wünschen“, begründet der Vorsitzende der Jusos im Kreis Euskirchen, Emmanuel Kunz, den Vorstoß. „Wir glauben, dass ein solcher Nachtbus ein realistisches Übergangsmodell darstellt, bis dauerhaft längere Nachtverbindungen erreicht worden sind“, so Kunz weiter.

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Bei diesem Vorschlag geht es den Jusos dabei nicht nur darum, dass Jugendliche länger in Köln feiern können. Kunz: „Die Zahlen sind alarmierend. Bis 2030 soll kreisweit der Anteil der 19 – 24jährigen um 24,5 % sinken, das entspricht also knapp einem Viertel des Wertes von 2009. Junge Leute, die für Ausbildung oder Studium in die Stadt ziehen, kehren danach immer seltener zurück. Der demographische Wandel zwingt uns also, den Kreis Euskirchen auch für jüngere Leute attraktiver zu machen.“

Bislang fährt der letzte Zug zurück in die Eifel um 00:11 Uhr. Wer länger bleiben will, muss bis zum nächsten Morgen warten. „Wer sich anschaut, wie voll am Wochenende die letzten Züge sind, darf keinen Zweifel an der Notwendigkeit einer solchen Verbindung haben“, so der Juso-Chef. „Außerdem geht es doch auch um den Sicherheitsaspekt. Ich kenne keine Eltern, die sich wohl dabei fühlen, wenn ihre Kinder bis morgens am Kölner Bahnhof auf den nächsten Zug warten müssen.“

Nach dem Modell der Jusos soll der Bus jeden Samstag gegen 2.30 Uhr von Köln aus in die Eifel fahren und durch einen Zugschlag von 2,50 Euro auf den regulären Fahrpreis finanziert werden. Haltestationen sollten mindestens Weilerswist, Euskirchen, Mechernich und Kall sein. Reguläre Monatskarten im VRS-Gebiet sollen dabei angewendet werden können, sodass in diesem Fall nur der Aufschlag gezahlt werden muss. Grundsätzlich besteht bei allen politischen Jugendorganisationen Einigkeit darüber, dass eine solche Verbindung eine gute Übergangslösung darstellt.

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