Schulsozialarbeit im Kreis Euskirchen erhalten!

Mittwoch, 12.Juni 2013 von

Aus dem Bund

Mit Mitteln aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) des Bundes werden seit Anfang 2012 fünf Schulsozialarbeiterinnen vom Kreis Euskirchen beschäftigt. Diese Finanzierung soll Ende 2013 auslaufen.

Die Schulsozialarbeit leistet im Kreis Euskirchen wichtige Präventionsarbeit. Sie unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei Problemen in der Schule und in ihrem sozialen Umfeld, wodurch mögliche Hürden früh erkannt und beseitigt werden können. Diese Arbeit ist wichtig, um für alle Jugendlichen im Kreis bestmögliche Rahmenbedingungen in den Schulen zu schaffen. Außerdem leisten diese Sozialarbeiter auch wichtige Angebote, die über den Unterrichtsstoff hinausgehen und sehr zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen.

Morgen (13. Juni) berät der Bundestag einen Gesetzentwurf des Bundesrates mit dem Thema „Weiterfinanzierung von Schulsozialarbeit“. Darin wird eine Verlängerung der Förderung der Schulsozialarbeit gefordert. Die SPD-Kreistagsfraktion fordert die örtlichen Bundestagsabgeordneten Detlef Seif (CDU) und Gabriele Molitor (FDP) in einem offenen Brief dazu auf, sich für die Entfristung der Schulsozialarbeit einzusetzen:

Sehr geehrte/r Frau Molitor/Herr Seif,

Im Zuge der Einführung und Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes wurde ein Betrag von circa 400 Millionen Euro pro Jahr bundesweit zur Verfügung gestellt. Damit konnten allein in NRW 1.400 SchulsozialarbeiterInnen engagiert werden, die Kindern und Jugendlichen Hilfestellungen bei persönlichen und sozialen Problemen geben. So tragen sie auf vielfältige Art und Weise zu einer stetigen Verbesserung des Klassen-, Schul- und Arbeitsklimas bei, was sich in einem „besseren Lernerfolg aller SchülerInnen“ und „einem signifikant besseren Lernergebnis der unmittelbar betroffenen SchülerInnen“ äußert (Stellungnahme des Leiters der Willie-Graf-Europaschule / Ganztagsrealschule der Stadt Euskirchen, Jochen Schütz). Dadurch werden die Kinder und Jugendlichen in die Lage versetzt, den schulischen Anforderungen gerecht zu werden und Grundlagen für Ausbildung und Arbeit und damit für ein selbstständiges Leben zu schaffen.

Der Kreis Euskirchen hat drei Vollzeit- und zwei halbe Stellen in der Schulsozialarbeit eingerichtet, wobei die Schulsozialarbeiterinnen des Kreisjugendamtes über das Kreisgebiet verteilt aktiv sind und somit einen breiten räumlichen Bereich der Schullandschaft des Kreises abdecken. Die Stellungnahmen der Schulleitungen zur Tätigkeit der Schulsozialarbeiterinnen sind durchweg positiv.

Dies nehmen wir zum Anlass, Sie aufzufordern, im Interesse der SchülerInnen im Kreis Euskirchen den Gesetzentwurf des Bundesrates zur Entfristung der Förderung der Schulsozialarbeit zu unterstützen.

 

Wir Jusos schließen uns an und meinen: Die Schulsozialarbeit im Kreis Euskirchen muss unbedingt erhalten bleiben!

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