Parteientwicklung: Stadtanzeiger-Bericht gibt nur die halbe Wahrheit wieder

Montag, 7.Januar 2013 von

Aus dem Kreis

In der Ausgabe vom 05. Januar berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger über die Entwicklung der Parteien im Kreis Euskirchen. Dabei wird  herausgestellt, dass insbesondere die beiden großen Volksparteien CDU und SPD von einem deutlichen Mitgliederschwund betroffen sind. Dieser allgemeine Trend ist natürlich richtig, doch gibt er nicht die ganze Wahrheit über die Parteienentwicklung wieder und lässt das gesamte Feld der jugendpolitischen Organisationen außer Acht.

Die neu gegründeten Jusos SchülerInnen Kreis Euskirchen.

Während die Mitgliederzahlen der Kreis-SPD insgesamt in den vergangenen Jahren gesunken sind, steigen die der Jusos im Kreis Euskirchen seit Jahren kontinuierlich. Allein im vergangenen Jahr kann sich der SPD-Nachwuchs über einen Mitgliederzuwachs von 20 Prozent freuen. Außerdem wurde erst am vergangenen Wochenende eine eigene „Jusos SchülerInnen Gruppe“ geründet, die mit 11 Gründungsmitgliedern die größte in ganz NRW ist.

Und diese Erfolge in Zeiten eines allgemeinen Mitgliederschwundes bei Parteien sind nicht aus den Wolken gefallen, sondern das Ergebnis einer kontinuierlichen Aktivität und eines strukturellen Wandlungsprozesses. Die Jusos (und ähnliches gilt auch für andere politische Jugendorganisationen hier im Kreis) haben sich schon vor Jahren an die Anforderungen und die Lebensrealität der heutigen Generation angepasst. Wir bloggen mehrmals wöchentlich auf unserer Website (www.jusos-eu.de) und nehmen dabei auch die einseitige Parteienbrille ab. Wir twittern und sind wie keine andere politische Organisation im Kreis in den sozialen Netzwerken und auf Facebook präsent. Schon vor Jahren haben wir beschlossen,nicht im stillen Hinterzimmer, sondern ausschließlich öffentlich zu tagen – für „Basismitglieder“ genauso offen wie für Interessierte! Von unseren Vorstandswahlen berichten wir immer via Liveticker und eine Parteimitgliedschaft ist bei uns schon lange keine Voraussetzung mehr um mitarbeiten zu können. Man sieht: wenn politische Organisationen dazu bereit sind, mit der Zeit zu gehen, bekommen sie auch weiterhin Zulauf.

Doch wieso pickt sich der Stadtanzeiger ausschließlich die Negativ-Ergebnisse heraus? Nochmal: natürlich ist der analysierte Trend richtig, umso schöner ist es jedoch, dass es auch politische Organisationen gibt, die bereit sind sich zu wandeln. Dennoch finden diese mit keiner Silbe Erwähnung.

 

 

 

 

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