Bericht von der Landeskonferenz der NRW Jusos in Münster

Mittwoch, 19.September 2012 von

Aus dem Kreis, Aus NRW

Am vergangenen Wochenende fand in Münster die diesjährige Landeskonferenz der NRW-Jusos statt. Neben den inhaltlichen Antragsberatungen und einigen Reden, fanden auch Personalwahlen statt, bei denen mit Markus Ramers erstmals ein Juso aus dem Kreis Euskirchen in den Landesvorstand gewählt wurde.

Tag 1: Anreise und Vorstandswahlen von Emmanuel Kunz

Morgens klingelte bei uns Jusos Euskirchen schon früh der Wecker, denn schließlich ist Münster, die Stadt der diesjährigen „LaKo“ doch ein Stück entfernt. Davon unbeeindruckt machten sich die Jusos aus dem Kreis Euskirchen gemeinsam mit den Jusos der gesamten Regio Aachen mit guter Stimmung auf ins Münsterland. Dort angekommen ging es dann auch pünktlich um 11 Uhr mit einigen Grußworten und dem politischen Bericht des Landesvorsitzenden Veith Lemmen los. Dieser zog eine sehr positive Bilanz aus der Arbeit des vergangenen Jahres. Insbesondere mit der erfolgreichen Landtagswahl haben die NRW Jusos und die SPD die Weichen für ein gerechtes und solidarisches NRW gelegt.

Nach einer anschließenden Antragswahl, bei der auch ein Euskirchener Antrag beraten und angenommen wurde, fanden dann die Personalwahlen statt. Dabei wurden zum einen Deligierte für den im November anstehenden Bundeskongress (die zentrale Konferenz der Jusos aus ganz Deutschland) gewählt. Besonders erfreulich war dabei die von Helena Vitt, unserer stellvertretenden Vorsitzenden, die mit einem tollen Ergebnis gewählt wurde und nun in Magdeburg die Interessen der NRW Jusos vertreten darf. Zum anderen gab es aber auch wieder Vorstandswahlen. Dabei wurde Veith Lemmen, den wir Euskirchener vorab gemeinsam mit der ganzen Regio Aachen nominiert hatten, mit einem beeindruckenden Ergebnis von über 93 % in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Darüber hinaus wird der Vorstand durch insgesamt 14 StelvertreterInnen komplettiert. Dabei hatten die Jusos Euskirchen einen historischen Erfolg zu verzeichnen: mit Markus Ramers wurde erstmals in unserer Geschichte ein Jusos aus unserem Kreis in den Landesvorstand gewählt. Dies lag natürlich zum einen an der poetischen Meisterleistung, mit der unser Vorsitzender die Münsteraner Stadthalle Hiltrup zum Kochen brachte, zum anderen aber wohl vor allem an der kontinuierlich guten Arbeit von Markus und uns gesamten Jusos aus dem Kreis Euskirchen.

Diesen Erfolg haben wir Euskirchener Jusos dann natürlich abends auf der Party, zusammen mit allen Jusos aus der Regio Aachen, gebührend gefeiert: fast selbstredend verließen wir diese als eine der letzten Jusos in den frühen Morgenstunden!

Der Sonntag von Helena Vitt

In den etwas frühen Morgenstunden des nächsten Tages startete der zweite Teil der Landeskonferenz. Mit den Folgen der letzten Nacht kämpfend, schafften es doch noch relativ viele Delegierte erstaunlich fit und pünktlich zur Stadthalle in Hiltrupp. Dort erwartete uns zunächst Sascha Voigt, der Bundesvorsitzende der Jusos, mit einer Rede, die auch den letzten von uns wecken sollte. In seiner Rede lobte er zum einem den starken Wahlkampf der NRWJusos zu den Landtagswahlen 2012. Zudem würdigte er die starken Aktionen der Jusos im Kampf gegen Rechts, und sah in dem Verbot der Aachener Kameradschaften eine Weg in die richtige Richtung. Trotzdem forderte er alle dazu auf, in diesem Kampf niemals nachzulassen. Auch angesichts der Debatte um den Schlossplatz in Münster, welcher wieder in Hindenburgplatz umbenannt werden sollte, was viele rechtspopulistische Parteien auf den Plan rief und auch die JU stark nach rechts rücken ließ.

Dieses Thema beschäftigte auch die weiteren Redner, unter anderem Dr. Michael Jung, Vorsitzender der SPD Münster und Sebastian Merz, Vorsitzender der Falken NRW, die uns mit ihren Grußworten allseits beglückten.

Schließlich ging es dann mit der Antragsberatung weiter, in der besonders ein Antrag zur Einführung des „ Axel- Müller“-Verfahren heiß diskutiert wurde. Das „Axel-Müller“ Verfahren hat dabei als Ziel, für mehr Demokratie zu sorgen, indem die Delegierten zu Beginn der Konferenz die Reihenfolge der zu beratenden Anträge wählt. Normalerweise bestimmt dies das Tagungspräsidium. Nach über 30 Wortmeldungen, nicht wenigen Vorwürfen gegenüber dem Präsidium und einer abschließenden persönliche Erklärung des Präsidiums, kam es schließlich zur Abstimmung. Trotz vorangegangener sehr kontroversen Diskussion wurde dieser Antrag im Endeffekt mit ziemlich klarer Mehrheit abgelehnt.

Damit waren dann auch schon die letzten Minuten der 11. Landeskonferenz angezählt und Veith Lemmen betrat noch einmal ein letztes Mal die Bühne, um uns nach einem sehr interessanten und ereignisreichen Wochenende nach Hause zu schicken. Bevor wir Euskirchener uns jedoch auf die mehrstündige Zugfahrt, quer durch NRW zurück nach Hause machten, sangen wir noch einmal und natürlich lautstark die „Internationale“.

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