Pressemitteilung: Die Jusos äußern Bedenken an den Plänen der Kommunen Kall und Mechernich

Montag, 27.August 2012 von

Aus dem Kreis

Die Jusos im Kreis Euskirchen begrüßen grundsätzlich interkommunale Zusammenarbeit in der Schulpolitik. Sie sind der Überzeugung, dass dies unabdingbar ist, wenn die Schullandschaft in unserem Kreis auch zukünftig eine gesicherte Perspektive haben soll. Ihre Ideen, wie die Schullandschaft im Kreis Euskirchen in der Zukunft aussehen könnte, fassten sie in einem Thesenpapier zusammen, das auf der Homepage der Jusos eingesehen werden kann.

Dabei äußerte sich der SPD-Nachwuchs kritisch zum neuen Modell der Sekundarschule. Dies führt ihrer Meinung nach dazu, dass die Schulstrukturen noch komplexer werden, als sie ohnehin schon sind. Insbesondere die kooperative Form der Sekundarschule stößt bei den Kreis-Jusos auf Kritik. Sie bemängeln dabei, dass ein längeres gemeinsames Lernen nur für das 5. und 6. Schuljahr gegeben ist und es danach wieder zur Selektion der Schülerinnen und Schülern kommt. Nach Ansicht der Jusos ist daher nur die teilintegrierte bzw. integrierte Umsetzung der Sekundarschule tragbar.

In diesem Zusammenhang äußern die Jusos daher auch grundsätzliche Bedenken an den Plänen der Kommunen Kall und Mechernich, gemeinsam eine Sekundarschule in kooperativer Form zu gründen. Sie schlagen den beiden Kommunen vor, sich ein Beispiel an den anderen Kommunen in Nordrhein-Westfalen zu nehmen, die eine Sekundarschule gegründet haben: der Großteil hat sich dabei für eine teilintegrierte Form entschieden, weil diese den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerechter wird. Daneben bescheinigen die Jusos dieser Schule ohnehin nur geringe Erfolgschancen: Die Hauptschule wurde durch den Elternwillen abgewählt. Eine Sekundarschule in kooperativer Form ist dabei faktisch nur eine Fortführung der Hauptschule unter anderem Namen und wird daher langfristig ebenfalls keine Perspektive haben. Die Kommunen täten also auch im Interesse ihres Schulstandortes gut daran, von den bisherigen Plänen abzusehen.

Darüber hinaus begrüßen die Jusos, dass nun auch die Schleidener Kommunalpolitik zur Besinnung gekommen ist und sich nun Mehrheiten für eine Gesamtschule im Schleidener Tal abzeichnen. Um dieses Projekt zu realisieren ist dabei aber wohl eine Zusammenarbeit der Kommunen Hellenthal,Schleiden und Kall notwendig. Aus der Sicht der Jusos wäre diese Gesamtschule, unter pädagogischen und ideellen Gesichtspunkten, auch die bessere Alternative zur Sekundarschule Kall-Mechernich in kooperativer Form.

Die Jusos aus dem Kreis Euskirchen sind der Überzeugung, dass die geplante kooperative Form den Grundüberzeugungen der SPD in Sachen Schulpolitik widerspricht. Daher appellieren sie insbesondere an die SPD-Vertreter in den entsprechenden Räten und Ausschüssen, gegen die Gründung einer Sekundarschule in dieser Form zu stimmen.

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