Nein zur Peiner – Ausstellung!

Mittwoch, 16.Mai 2012 von

Aus dem Kreis

Die Jusos unterstützen den Aufruf des Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt, die in Gemünd geplante Ausstellung des Malers Peiner, in dieser Form, abzusagen. Wir kritisieren, dass die Arbeit des Nationalsozialisten Peiners nicht in einen angemessenen Kontext eingebettet wird!

Der Maler Werner Peiner (1897 – 1984) gelangte während des Nationalsozialismus zu Ehren und wurde von Adolf Hitler in die Liste der „Gottbegnadeten Künstler“ aufgenommen. Er war bekennender Nationalsozialist und distanzierte sich auch nach dem 2. Weltkrieg nie eindeutig von rechtsradikalem Gedankengut. Ausgewählte Werke Peiners sollen nun im Gemünder Kunstforum ausgestellt werden. Kritiker bemängeln, dass in der geplanten Ausstellung nicht deutlich wird, dass es sich bei Peiner um einen Künstler handelte, der massiv mit den Nationalsozialisten kooperierte.

Es besteht die Gefahr, dass sich die Ausstellung zu einem Anziehungspunkt für regionale Rechtsextremisten entwickelt, in deren Kreisen Peiner immer noch verehrt wird. Das „Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus“ hat daher mit anderen regionalen Gruppierungen ein Alternativprogramm zur Peiner – Ausstellung auf die Beine gestellt:

Alternativprogramm

Wir können uns nur dem Wortlaut des Offenen Briefes der Eifeler Bündnisse gegen Rechts an den Ausstellungsgestalter Dr. Pesch anschließen:

Sehr geehrter Herr Dr. Dieter Pesch

Sie spielen mit Feuer.
Sie rufen damit braune Geister, die uns alle bedrohen und die wir nicht mehr los werden.

Bitte sagen Sie die Ausstellung zu Peiner ab.
Das Thema ist zu ernst für Profilierungen.“

 

Kommentar schreiben

Aktiv werden. Jetzt!
Videos