Gemeinschaftsschule ins Schulgesetz!!!

Freitag, 24.Juni 2011 von

Aus dem Kreis, Aus NRW

Wie die Medien in den letzten Tagen schon ausführlich berichtet hatten, ist die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Blankenheim und Nettersheim für das kommende Schuljahr 2011/12 gescheitert. Den entsprechenden Artikel im KStA inklusive gelungenem Kommentar von Johannes Puderbach kann man hier nachlesen.

Wir Jusos bedauern das Scheitern der Gemeinschaftsschule im Südkreis ausdrücklich! Unabhängig von sämtlichen Diskussionen mit benachbarten Schulträgern über die geplante Oberstufe wäre die Gemeinschaftsschule eine Bereicherung für die Schullandschaft im Kreis Euskirchen gewesen. Nun wird die Gesamtschule in Weilerswist noch ein weiteres Jahr die einzige Schule im Kreis sein, in der die Schülerinnen und Schüler länger zusammen lernen.

Neben den Querelen vor Ort ist vor allem die Landespolitik maßgeblich dafür verantwortlich, dass über 120 Eltern und Kinder so enttäuscht wurden. Das Konstrukt einer Versuchsschule ist undurchsichtig und hat es Gegnern der neuen Schulform erst ermöglicht, dagegen zu klagen.

Die Landesregierung hätte den Mut aufbringen müssen, eine Änderung des Schulgesetzes in den Landtag einzubringen. Durch den juristisch doch sehr umstrittenen Stellenwert einer Versuchsschule und des zunehmenden Chaos in einem inzwischen 6-gliedrigen Schulsystems (Haupt-, Real-, Gesamt-, Förder- und Gemeinschaftsschulen sowie Gymnasium) ist das Schulsystem seit der letzten Landtagswahl nicht unbedingt vereinfacht worden. Dabei sollten eigentlich langsam auch Konservative erkannt haben, dass das dreigliedrige Schulsystem keine Zukunft hat.

Wir Euskirchener Jusos werden einen entsprechenden Antrag auf der Juso-Landeskonferenz im September stellen. Das Signal muss sein: Schluss mit Schulversuchen! Für längeres gemeinsames Lernen! Gemeinschaftsschule ins Schulgesetz!

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Ein Kommentar

  1. ArneL sagt:

    Finde den Ansatz richtig, die Gemeinschaftsschule ins Gesetz zu schreiben. Gemeinsam längeres Lernen ist wichtig! Schülerinnen und Schüler sollten die Möglichkeit zur Entwicklung erhalten und nicht in Schubladen gesteckt werden!

    Schlimm finde ich die Querelen im Umgang mit der geplanten Gemeinschaftsschule! Wenn man hier anfängt zu klagen, geht es doch anscheinend gar nicht um die Verbesserung der Situation für die Schüler, sondern vielmehr um die eigene Haut! Schulrektoren und Menschen, die sich als Lehrer für die SuS einsetzen sollen, können doch nicht verbesserte Lernbedingungen durch Klagen verhindern, nur weil die Verbesserungen nicht an der eigenen Schule stattfinden! Vielmehr sollte man sich an die eigene Nase packen und an der eigenen Schule Änderungen vorantreiben!

    Ich finde das Verhalten der Kläger peinlich! Wer sich selbst und seine Vorteile so wichtig nimmt und die mögliche Situationsverbesserung für SuS blockiert sollte zurücktreten!

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