Links 2011 – wir waren dabei!

Samstag, 9.April 2011 von

Aus dem Bund

Beim diesjährigen Links 2011 Kongress waren wir Euskirchener Jusos mit 12 jungen Frauen und Männer vertreten. Damit zählten wir wahrscheinlich zu einer der größten Gruppen des gesamten Kongresses. Neben den Workshops, dem Austausch mit verschiedenen Jusos aus ganz Deutschland und den Parties nahmen wir uns auch die Freiheit, einen Nachmittag Sightseeing in Berlin zu betreiben!

Aber ich möchte nicht zu viel verraten, hier folgen ganz persönliche Eindrücke von unseren Teilnehmern…

Der Freitag (von Emmanuel Kunz)

Nach der fast elfstündigen Anreise zum Kongress Links 2011 nach Berlin bot sich für uns Jusos gleich am ersten Tag eine engagierte Diskussion zwischen dem SPD Vorsitzenden Sigmar Gabriel, Sascha Vogt, dem Bundesvorsitzender der Jusos, und Katy Hübner von der IGBCE Jugend.
Dabei unterstrichen Sascha Vogt und Katy Hübner in ihren Reden die Bedeutung der Jusos innerhalb der SPD, wobei die Jusos besonders für ihre guten bildungspolitischen Ansätze gewürdigt wurden.
Auch hinterfragten beide die Rolle der SPD, etwa in der Bewertung der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und in Rheinland Pfalz, kritisch und betonten, dass nicht alle politischen Auffassungen der SPD von den Jusos und der IGBCE Jugend geteilt werden.
Anschließend gab es für die Jusos vor Ort die Möglichkeit durch eigene Fragen oder Anregungen direkt an der anschließenden Diskussion teilzunehmen. Dabei wurden zudem einzelne Videobeiträge unterschiedlicher Unterbezirke vorgeführt, die vorab an die Veranstalter gesendet werden konnten.
Dadurch gab es eine lebendige Diskussion die weitreichende Themenfelder, wie etwa die Landtagswahlen, die Bildungs- und Arbeitspolitik oder die Netzpolitik abdeckten.
Sigmar Gabriel, der sich auch der Kritik der Kongressteilnehmer an der Bundespolitik der SPD stellen musste, scheute sich nicht seinen Vorrednern zu widersprechen. So führte er an, dass manche der Kritikpunkte bereits realisiert wurden, andere aber auch nicht mit dem Kurs der SPD vereinbar seien.
Er betonte dabei auch, dass sich die SPD noch nicht vom Vetrauensverlust der Bundestagswahl 2009 erholt habe und es noch Zeit brauchen werde, verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen. Zudem hob Sigmar Gabriel hervor, dass unterschiedliche Standpunkte innerhalb der SPD nie auszuschließen sind und zu einer lebendigen demokratischen Partei dazu gehören.
Insgesamt wusste unser Bundesparteivorsitzender in seinen Ausführungen zu überzeugen und reagierte auch spontan auf Rufe aus dem Publikum, wobei seine teils humorvollen Aussagen bei den Kongressteilnehmern sehr positiv ankamen.
Wir Jusos aus dem Kreis Euskirchen erlebten also gleich zu Beginn eine sehr lebhaft und spannend geführte Debatte ohne große Beschönigungen, die aber auch zeigte, dass die SPD und die Jusos, trotz mancher Verbesserungsmöglichkeiten, auf dem richtigen Weg sind.

Eindrücke von Chiara Melchioretti

Freitag morgen 7:20- Es war soweit, endlich brachen wir auf nach Berlin! Alle von uns freuten sich und hatten gute Laune, welche sich nicht verschlechterte als wir uns beim Einstieg in den Bus über Uschi, unsere äußerst freundliche Busfahrerin erfreuten, welche schon bei der Hinfahrt zeigt, wer im Bus das sagen hat! Trotz der mit elf Stunden etwas strapazierenden Fahrt, war die Stimmung bei den meisten gut, als wir Freitags abends am Kongressgelände an der Charité ankamen und uns erstmal auf das Abendessen stürzten. Nach dem Abendessen begann die Eröffnungsrede von Sascha Vogt, unserem Bundesvorsitzenden,sowie eine Diskussionsrunde mit einem mäßig gelaunten Sigmar Gabriel , welche dennoch interessant war, da alle Jusos Fragen einreichen konnten die sie loszuwerden hatten und Sigmar Gabriel sich viel Zeit nahm, diese zu beantworten.

Als wir uns dann schließlich gegen 21:00 noch erschöpft von der anstrengenden Fahrt auf den Weg zum Hotel machten, war die Freude auf unsere Zimmer riesig! Und unsere Freude bestätigte sich, als wir die modern eingerichteten Hotelzimmer betraten um uns kurz frisch zu machen für die Abendgestaltung. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass uns nach der langen Fahrt auch noch eine lange und aüßerst unterhaltsame Nacht bevorstehen würde.

Als Markus vorschlug, ins Kunsthaus Tacheles nach Friedrichshain zu fahren, landeten wir schließlich bei einem Abbruchreifen Haus, das mit Graffitis besprüht war und bei welchem nur noch wenige Fenster intakt waren. Die anfängliche Skepsis gegenüber des von außen recht heruntergekommen aussehenden Hauses legte sich jedoch schlagartig , als wir es betraten.

An jeder Stelle des Hauses konnten wir wunderschöne Gemälde und Skulpturen bewundern die von vielen nationalen und internationalen Künstlern gefertigt wurden und egal welchen Raum des Hauses wir betraten, es gab überall etwas zu entdecken, unter anderem auch selbst gefertigten Schmuck und Skulpturen. So verweilten wir bis zum frühen morgen in dem Haus mit der einmaligen Atmosphäre und unterhielten uns mit Menschen aus vielen verschiedenen Ländern , zur Not mit Händen und Füßen, aber es funktionierte!

Nach einer kurzen Nacht mit wenig Schlaf gestalteten wir den Tag dann alle unterschiedlich, einige gönnten sich eine ziemlich teure Portion Eis und andere (wie ich) verbrachten einige Stunden im Krankenhaus.

Am Samstagabend fuhren wir dann alle gemeinsam zur Juso-Party im Lovelight, welche sehr unterhaltsam war weil wir auch viele nette Leute wieder trafen oder kennen lernten.

Dadurch, dass diese Nacht genauso wie die letzte relativ wenig Schlaf mit sich brachte, war es am nächsten Mittag im Bus auf der Abreise sehr ruhig, weil wir alle die meiste Zeit selig schlummerten und heilfroh waren dass wir nach 11-Stündiger Busfahrt abends um 22:00 heil in Mechernich ankamen.

Alles in allem war das Wochenende in Berlin sehr unterhaltsam, interessant und aufregend und ich denke dass wir alle noch lange davon erzählen werden 😉

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