Schüler-Ticket: Wir bleiben dran!

Dienstag, 22.Februar 2011 von

Aus dem Kreis

(c) Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS)

Das neue Schüler-Ticket ist beschlossene Sache. Jetzt kommt es auf die Zustimmung von Eltern, Schulträgern und Schülern an. Wir wollen weiter für das Ticket werben, sehen aber bei einigen Punkten verbesserungsbedarf.

In einem Artikel vom 22.02.2011 in der Kölnischen Rundschau (JA! Wir geben Quellen an!) wurden einige zentrale Fragen beantwortet:

Antworten auf die wichtigsten Fragen zum künftigen Schülerticket:

An wen richtet sich das Angebot „Schüler-Ticket“?

An Schüler sowohl in den Grundschulen als auch in den weiterführenden Schulen. „Im gesamten Verbundraum des VRS könnten rund 500.000 Schüler das „Schüler-Ticket“ nutzen, im Kreis Euskirchen sind es rund 32.000“, berichtet VRS-Sprecherin Ute Reuschenberg.

Was bietet das Schülerticket den Nutzern?

Sie können jederzeit das Personennahverkehrs-Angebot mit Bussen, Bahn und Anruf-Sammentaxis rund um die Uhr nutzen. Und das im Gebiet des VRS – also zwischen Dahlem und Dormagen, Bedburg und Gummersbach.

Was kostet das „Schüler-Ticket“ im Monat?

Es gibt zwei Preiskategorien. Die Eltern in Euskirchen, Mechernich und Weilerswist müssen für das Ticket ihrer Kinder etwas tiefer in die Tasche greifen, weil in diesen Kommunen das ÖPNV-Angebot größer ist. In dieser „Kategorie eins“ kostet das Ticket für die Schüler von weiterführenden Schulen monatlich 12 Euro, beim zweiten Kind sechs Euro. Ab dem dritten minderjährigen Kind ist das Schüler-Ticket grundsätzlich kostenlos. Bei Grundschülern werden 9,60 (erstes Kind), 4,80 Euro (zweites Kind) fällig.

Für die anderen acht Kommunen im Kreis gilt die „Preiskategorie zwei“, in der die Tickets für Schüler weiterführender Schulen sechs Euro beim ersten und drei Euro beim zweiten Kind kosten; für Grundschüler 4,80 beziehungsweise 2,40 Euro.

Brauchen Grundschüler schon ein „Schüler-Ticket“?

Wohl nicht so dringend wie ältere Schüler, aber VRS-Zweckverbandsmitglied Bernd Kolvenbach gibt zu bedenken: „Auch Grundschüler sind wegen des steigenden Angebots der Offenen Ganztagsschulen zunehmend auf Mobilität angewiesen.“

Gibt es einen Abnahme-Zwang für die Eltern, wenn der jeweilige Schulträger das „Schüler-Ticket“ einführt?

„Nein“, sagt Ute Reuschenberg. „Beim ,Schüler-Ticket‘ handelt es sich nicht um ein Solidarmodell wie etwa beim ,Job-Ticket‘, daher müssen es nicht alle Schüler beziehen.“ Die freie Fahrt von und zur Schule bleibe in jedem Fall erhalten, so Reuschenberg: „Der Schülerspezialverkehr bleibt von all dem unberührt, da es sich hier nicht um ein reguläres ÖPNV-Angebot handelt.“

Und wenn der Schulträger ablehnt?

Dann können die Eltern als „Selbstzahler“ das Ticket für ihre Kinder erwerben. Es kostet dann allerdings in Euskirchen, Mechernich und Weilerswist monatlich 26,90 Euro für Schüler der weiterführenden Schulen und 21,50 Euro für Grundschüler.

Im Rest des Kreises 23,90 beziehungsweise 19,10 Euro im Monat. Gleiches gilt auch für Schüler, die nicht freifahrtberechtigt für den Schulweg sind. Dies trifft zu, wenn die Grundschule nicht mehr als zwei Kilometer beziehungsweise die weiterführende Schule nicht mehr als 3,5 Kilometer vom Wohnort entfernt liegt.

Wie werden sich die Schulträger entscheiden?

Sabine Fusshoeller-Kleinert, Sprecherin des Regionalverkehr Köln (RVK), hofft auf Zustimmung auf breiter Ebene: „Warum sollten die Träger das Angebot Schülern und Eltern vorenthalten?“ Das sieht Marita Hochgürtel, Sprecherin der Stadt Bad Münstereifel, ähnlich. In Kürze werde sich der Bad Münstereifeler Schulausschuss damit beschäftigen: „Grundsätzlich wären die Nachteile wohl größer, wenn das ,Schüler-Ticket‘ nicht anboten würde“, so Hochgürtel.

Gibt es Kritikpunkte am „Schüler-Ticket“?

Die SPD-Jugendorganisation „Jusos“ im Kreis Euskirchen begrüßt das Angebot, kritisiert aber die Einteilung der Preiskategorien: „Dass die Stadt Mechernich in die teurere ,Kategorie eins‘ gerutscht ist, ist mir nicht verständlich“, sagt ihr Kreisvorsitzender Markus Ramers.

geschrieben von Michael Schwarz…

Weitere Umfangreiche Infos gibt es beim VRS. Einmal als Flyer und im Detail!

Wir Jusos werden uns weiterhin für eine Optimierung einsetzen. Folgende Punkte sind uns besonders wichtig:

  • Nicht-Schüler bis zum Alter von 20 Jahren müssen dieses Ticket auch erwerben können (so wie beim alten Junior-Ticket!)
  • Die Preiskategorien müssen weiter überprüft und bearbeitet werden – warum soll Mechernich genauso teuer sein wie Köln?

Tags: , , , ,

Kommentar schreiben

Aktiv werden. Jetzt!
Videos