Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin!

Donnerstag, 16.Dezember 2010 von

Aus dem Kreis

Am vergangen Wochenende hieß es Koffer packen, denn es ging auf in die Bundeshauptstadt. Dietmar Nietan, der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Düren, hatte zu einer politischen Informationsfahrt nach Berlin eingeladen und so machten sich Sonntagmorgen einige Mitglieder der SPD (und solche, die es vielleicht noch werden wollen) aus dem Kreis Euskirchen in aller Frühe auf den Weg.

Unter die insgesamt 47 Teilnehmer mischten sich auch ein paar von uns JUSOS, die somit das Vergnügen hatten an den zahlreichen interessanten Programmpunkten teilzunehmen, die sich uns von Sonntag, den 12.12. bis Mittwoch, den 15.12.2010 boten.

Mit leichter Verspätung kamen wir gegen Mittag an und durften erfahren, dass Berlin der Eifel wettertechnisch in nichts nachsteht.  Von dem Kälteschock konnte man  sich im Bus auf dem Weg ins Hotel  erst mal erholen.  Während der Fahrt machten wir dann die erste Bekanntschaft  mit unserem Reiseführer Marcel Zierenberg, der sich als absolut kompetent und sympathisch erwies.

Ständig einen flotten Spruch auf den Lippen, beeindruckte er uns mit seinem breiten (Insider-)Wissen und mit tatkräftiger Unterstützung von Busfahrer Waldemar brachte er uns stets sicher und pünktlich überall hin. Wer Lust hat Berlin bei einem Besuch mal näher kennenzulernen, schaut am besten auf seiner Seite vorbei.

Nach dem Check-In im Hotel und einem Mittagessen ging es dann auch schon direkt los.

Erster Programmpunkt war das Willy-Brandt-Haus in Berlin-Kreuzberg. Hier befindet sich seit 1996 die Bundesparteizentrale der SPD. In diesem Büro- und Veranstaltungshaus trifft Kultur auf Politik. Zunächst hatten wir eine kleine Führung durch das beeindruckende Gebäude, indem sich auch die bekannte Willy-Brandt-Skulptur von Rainer Fetting befindet. Mit einer Höhe von 3,40m war das doch schon ein beeindruckendes Stück Kunst. 😉

Anschließend bekamen wir die Möglichkeit mit einem Mitarbeiter über die Arbeit des Hauses und auch über die Außenwirkung der Partei zu sprechen. Wen das Willy-Brandt-Haus näher interessiert, kann einfach auf der Homepage vorbeischauen.

Doch wer meint, dass es nach so einem tollen Start nicht besser werden kann, der irrt. Gestärkt durch ein Super-Frühstück ging es die nächsten Tage weiter mit zahlreichen interessanten Besuchen und Führungen.

So zum Beispiel mit einem Besuch im Deutschen Bundestag. Erst einmal die zahlreichen Sicherheitskontrollen passiert, konnten wir dort einem interessanten Vortrag lauschen. Hier bekamen wir einen informativen Überblick über die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten und auch witzige Details wurden in den Vortrag eingebaut. Wusstet ihr beispielsweise, dass der Adler, der den Plenarsaal schmückt, 54m² groß ist?!?!

Auch das Energieerzeugungskonzept des Bundestags hat ökologischen und ökonomischen Vorbildcharakter; so dass uns nicht nur die Quelllüftung des Teppichbodens überraschte. Es lohnt sich also immer wieder mal der Homepage des Deutschen Bundestags einen Besuch abzustatten.

Weiter ging es unter anderem mit Besuchen beim Auswärtigen Amt oder auch der Ausstellung „Wege, Irrwege, Umwege – Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland“.

Doch das Highlight der Fahrt dürfte wohl für die Meisten das Informationsgespräch und die Führung in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen gewesen sein.

Hohenschönhausen war von 1951 bis 1989 eine Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit in der DDR. Politisch verfolgte DDR-Oppositionelle wurden hier inhaftiert und psychischer wie auch physischer Folter ausgesetzt.

Wir hatten das Glück von einem Zeitzeugen durch die Gedenkstätte geführt zu werden, der selbst in Hohenschönhausen inhaftiert war. Mit seiner detaillierten und emotionalen Darstellung hatte diese Führung eine ergreifende Wirkung auf uns. Sie ließ und feststellen, dass wir – trotz vieler Missstände in Politik und Gesellschaft– mit der Entwicklung der Demokratie, in der freie Meinungsäußerung keine Verfolgung und Strafe verursacht, sehr glücklich sein können.

Wer in Berlin ist, sollte einen Besuch der Gedenkstätte auf jeden Fall mit einplanen. Für eine Vorabinformation lohnt sich ein Besuch auf der Homepage.

Zwischen den einzelnen Programmpunkten konnten wir uns immer wieder beim Essen in Restaurants oder während kleinen Busrundfahrten mit Marcel aufwärmen.  Abends hatten wir dann die Möglichkeit Berlin auf eigene Faust zu erkunden. Wir JUSOS machten Bars in ganz Berlin unsicher, spazierten durch das Künstlerareal „Hackesche Höfe“, besichtigten die beliebten Touristen-Punkte, wo uns bei Dunkelheit ein faszinierendes Lichtermeer bot,  besuchten einige der zahlreichen wunderschönen Weihnachtsmärkte und ließen unser Geld in riesigen Kaufhäusern.

Es bleibt also festzuhalten, dass diese Berlin-Fahrt eine tolle Mischung bot und uns Eindrücke und Erlebnisse lieferte, die uns sicher nachhaltig in Erinnerung bleiben werden.

geschrieben von Inge Voelkerling

Ein Kommentar

  1. Peter sagt:

    Endlich ein gut geschriebener Beitrag, besten Dank. Muss man sich nochmal in Ruhe durchlesen. Generell finde ich diesen Blog gut zu lesen und leicht zu verstehen.

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