Anti-Atom Aktion in Euskirchen

Dienstag, 24.August 2010 von

Aus dem Bund, Aus dem Kreis

Hier eine Pressemitteilung der Organisatoren der Anti-Atomkraft Demo am vergangenen Samstag in Euskirchen

(c) Chr. Weise

Unter dem Motto „Mal richtig abschalten“ haben heute ca. 50
Atomkraftgegner die Abgeordneten Gabriele Molitor (FDP) und Detlef Seif (CDU)
aufgefordert, sich gegen die Pläne der Bundesregierung zu stellen, die Laufzeiten der
Atomkraftwerke zu verlängern. Sie machten es sich auf Strandmatten und Badetüchern
mitten auf dem Bahnhofsvorplatz bequem und sorgten damit bei Passanten für
Verwunderung. Auf ein Signal hin sprangen alle auf und entfalteten Plakate mit der Aufschrift
„Gabriele Molitor: Atomkraft abschalten!“ und „Detlef Seif: Atomkraft abschalten“. Im
Anschluss daran entstand ein bunter und lauter Demonstrationszug durch die Euskirchener
Innenstadt zur Abschlusskundgebung auf dem „Alten Markt“ mit reichhaltigem Infotisch. Auch
vor dem Wahlkreisbüro von Detlef Seif wurde Halt gemacht und „abgeschaltet“. Die Aktion
war Teil eines bundesweiten Aktionstages in rund 40 Städten, zu dem das
Kampagnennetzwerk Campact aufgerufen hatte (www.atomkraft-abschalten.de).

„Wir schalten heute mal richtig ab – und fordern Gabriele Molitor und Detlef Seif auf, es uns
gleich zu tun und die Risikotechnologie Atomkraft endlich abzuschalten. Molitor und Seif
müssen sich in Berlin gegen die Regierungspläne stellen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke
zu verlängern. Die Menschen aus ihrem Wahlkreis wollen keine Technologie, die ein fatales
Unfallrisiko birgt, tödlichen Atommüll produziert und den Ausbau der Erneuerbaren Energien
blockiert. Längere Laufzeiten wollen nur die Atomkonzerne, denen immense Zusatzprofite
winken“, sagte Christoph Weise von Campact.

„Schwarz-Gelb behauptet, längere Laufzeiten für Atommeiler würden über 2020 hinaus als
Brücke ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien gebraucht. Dabei hat die Regierung gerade
selbst ihre Prognose für den Ausbau der Erneuerbaren Energien kräftig nach oben korrigiert.
Atomkraft als Brücke ist völlig unnötig“, erklärte Weise weiter. „Wir exportieren schon heute
so viel Strom ins Ausland, wie acht Atomkraftwerke produzieren. Atomstrom verstopft die
Netze und blockiert den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Atomreaktoren können ihre
Leistung nicht flexibel an die wetterbedingt wechselnde Stromerzeugung mit Sonne und
Wind anpassen – hocheffektive Kleinkraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung dagegen schon.“

Am 18. September will die Anti-Atom-Bewegung mit einer bundesweiten Großdemonstration
in Berlin gegen längere Laufzeiten für Atomkraftwerke protestieren und das
Regierungsviertel symbolisch „umzingeln“. Zu der Demonstration aufgerufen hat ein Bündnis
aus Umweltverbänden, Bürgerinitiativen, Parteien und Gewerkschaften. Auch aus Bonn und
Köln fährt ein Sonderzug nach Berlin.

Die Jusos freuen sich über die Resonanz der Aktion und stehen weiter an der Seite der Atomkraftgegner!!!

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